Es gibt diese Tage, an denen man eigentlich Hunger hat, aber keine Lust auf langes Kochen. Der Kühlschrank ist nicht leer, aber auch nicht prall gefüllt, und im Kopf kreist nur ein Gedanke: Es soll einfach sein, satt machen und bitte richtig gut schmecken. Genau an solchen Tagen greife ich immer wieder zu diesem Tortellinisalat. Er ist eines dieser Gerichte, die man einmal macht und dann automatisch im Hinterkopf behält, weil sie einfach funktionieren. Kein Stress, kein großes Nachdenken, keine komplizierten Schritte – und trotzdem steht am Ende etwas auf dem Tisch, das nach mehr aussieht, als es an Aufwand gekostet hat.
Für mich ist dieser Tortellinisalat kein klassischer Salat im Sinne von „leicht und kalt“, sondern eher ein warmes, cremiges Pastagericht, das man genauso gut lauwarm oder am nächsten Tag kalt essen kann. Er ist flexibel, verzeiht kleine Abweichungen und passt sich dem Alltag an. Mal gibt es ihn frisch aus der Pfanne, mal wandert er in eine Schüssel für den nächsten Tag, mal steht er auf dem Tisch, wenn spontan Besuch kommt. Und jede
Ich beginne immer mit den Tortellini, denn sie geben den Takt für alles andere vor. In einem großen Topf bringe ich reichlich Salzwasser zum Kochen. Das Wasser darf ruhig gut gesalzen sein, denn die Pasta soll Geschmack aufnehmen. Die Tortellini koche ich nach Packungsangabe bissfest. Gerade bei frischen Tortellini geht das oft sehr schnell. Sobald sie fertig sind, gieße ich sie ab und gebe einen kleinen Schuss Olivenöl dazu, damit sie nicht zusammenkleben. Dann stelle ich sie beiseite.
Während die Pasta kocht, kümmere ich mich um die Sauce. In einer großen, tiefen Pfanne erhitze ich das Olivenöl bei mittlerer Hitze. Zuerst kommen die fein gewürfelten Zwiebeln hinein. Ich lasse sie langsam glasig werden, ohne Eile. Dieser Schritt ist wichtig, denn gut angeschwitzte Zwiebeln bilden die Grundlage für eine aromatische Sauce. Nach ein paar Minuten gebe ich den Knoblauch dazu und rühre alles gut um. Der Knoblauch soll duften, aber nicht braun werden, sonst wird er bitter.
Nun kommen die halbierten Kirschtomaten in die Pfanne. Ich lasse sie einige Minuten mitdünsten, bis sie leicht weich werden und ihren Saft abgeben. Dieser Moment ist immer besonders schön, weil die Küche dann anfängt, richtig nach Essen zu riechen. Die Tomaten bringen Frische und eine leichte Säure in die Sauce, die später wunderbar mit der Sahne harmoniert.
Als Nächstes gieße ich die Sahne dazu und rühre alles gut durch. Die Hitze reduziere ich etwas, damit die Sauce sanft köcheln kann. Jetzt streue ich den geriebenen Parmesan hinein und lasse ihn unter ständigem Rühren schmelzen. Die Sauce wird langsam cremig und sämig. Wenn sie mir zu dick erscheint, gebe ich einen kleinen Schluck Nudelwasser dazu. Das bindet die Sauce zusätzlich und sorgt für eine schöne Konsistenz.
Jetzt ist Zeit für das Grün. Ich gebe den gewaschenen Babyspinat oder Rucola direkt in die heiße Sauce und rühre ihn unter. Nach kurzer Zeit fällt er zusammen und verbindet sich mit der Sauce. Zum Schluss kommen die gekochten Tortellini in die Pfanne. Ich vermenge alles vorsichtig, damit die Pasta nicht zerfällt und jede einzelne Tortellini gut mit Sauce überzogen ist.
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