Wann Kohl nicht die beste Wahl ist
1. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen
Stellen Sie sich die Schilddrüse als inneren Dirigenten Ihres Körpers vor, der lebenswichtige Prozesse steuert. Kohl enthält Goitrin, eine Substanz, die dieses empfindliche Gleichgewicht stören und zu einer Vergrößerung der Schilddrüse beitragen kann.
Wenn Sie Schilddrüsenprobleme haben, insbesondere einen Kropf, sollten Sie Kohl mit Vorsicht genießen. Möchten Sie ihn trotzdem in Ihren Speiseplan aufnehmen? Das Einweichen der Blätter in Salzwasser für 10–15 Minuten und anschließendes feines Zerkleinern kann helfen, den Goitrinspiegel zu senken.
2. Menschen mit Verdauungsproblemen
Der hohe Ballaststoffgehalt von Kohl fördert zwar die Verdauung, doch bei Magen-Darm-Problemen wie Reizdarm oder anhaltendem Durchfall kann er die Symptome verschlimmern und Beschwerden verursachen.
In diesen Fällen sind schonendere Alternativen wie gedünstete Zucchini oder weichgekochte Karotten besser geeignet.
3. Menschen mit Allergien oder Augenreizungen
Bei Allergien denkt man vielleicht zuerst an Pollen, aber auch Kohl, insbesondere fermentiert oder eingelegt, kann allergische Reaktionen auslösen. Symptome können Juckreiz, tränende Augen, Niesen oder sogar Augenblutungen (subkonjunktivale Blutungen) sein.
Dies liegt an den natürlichen Histaminen im Kohl. Wenn Sie empfindlich auf Histamine reagieren oder bereits allergische Augenprobleme hatten, ist Kohl möglicherweise nicht geeignet.
4. Menschen mit Nierenproblemen
Kohl mag harmlos erscheinen, enthält aber Oxalsäure – eine Substanz, die sich mit Mineralien wie Kalzium verbinden und Nierensteine bilden kann.
Wenn Sie bereits Nierensteine hatten oder an einer Nierenerkrankung leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Kohl in Ihren Speiseplan aufnehmen. Gründliches Garen und das Zerkleinern des Kohls in kleine Stücke können das Risiko verringern.
Fazit
Kohl ist zweifellos ein Nährstoffwunder, aber nicht für jeden geeignet. Für manche liegt der Schlüssel in Mäßigung, bewusster Zubereitung oder dem vollständigen Verzicht.
Letztendlich sind Ausgewogenheit und Körperbewusstsein entscheidend. Mit der richtigen Herangehensweise können Sie Ihre nächste Portion Kohl unbesorgt und genussvoll genießen.
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