Eine braune Silhouette huscht an der Wand entlang, ein Spinnennetz hängt von der Decke, und sofort setzt der Reflex ein: Pantoffel oder Insektenspray. In vielen Haushalten wiederholt sich dieses Bild, sobald die Abende kühler werden – so tief sitzt die Angst vor Spinnen, die manchmal an Arachnophobie grenzt.
Wenn die Temperaturen sinken, werden diese Hausspinnen häufiger sichtbar und scheinen das Wohnzimmer zu „erobern“. Tatsächlich ist der Winter für sie sowohl die Zeit der Wärmesuche als auch der Paarung, was ihr plötzliches Auftauchen erklärt. Und ihre acht Beine leisten Ihnen bereits jetzt diskrete Dienste.
Warum sind Hausspinnen im Winter häufiger zu sehen?
Jeden Winter treibt der Temperatursturz Spinnentiere in wärmere Gebiete. Viele leben bereits in Häusern, in Ritzen, Kellern oder auf Dachböden und kommen zur Paarungszeit hervor. Die Männchen verlassen dann ihre Verstecke, um ein Weibchen zu finden, daher der Eindruck, sie im Herbst und Frühwinter überall zu sehen.
In Frankreich wurden fast 1.600 Spinnenarten identifiziert, doch nur wenige verirren sich tatsächlich in unsere Häuser. Die Zitterspinne mit ihrem winzigen Körper und den langen, dünnen Beinen findet man beispielsweise in den Ecken der Decke. Hausspinnen sind größer, erreichen eine Beinspannweite von 5 bis 6 cm und halten sich gern auf Dachböden oder in ungestörten Räumen auf. Sie mögen auf den ersten Blick furchteinflößend wirken, doch diese Hausspinnen sind für den Menschen völlig harmlos.
