Ein Blätterteppich auf dem Rasen, ein Versteck für Insekten und ein reichhaltiges Buffet für Rotkehlchen.
Wildtierexperten erinnern uns daran, dass selbst ein Rechen weniger einen Unterschied machen kann. „Wussten Sie, dass Sie Wildtieren helfen können, ohne einen Finger zu rühren?“, erklären die Experten der Wildlife Trusts in einem Interview mit der britischen Zeitung Daily Express. Ihr wichtigster Tipp: Lassen Sie vor allem im Spätwinter eine Laubschicht auf dem Rasen liegen, um Insekten zum Nisten anzuregen.
„Eine Laubschicht bietet Insekten, die bis zum Frühling in eine Ruhephase eintreten (die sogenannte Diapause), ein ideales Versteck“, erklärt ein Experte von Wildlife Trusts. Geschützt vor der Kälte in diesem Laubteppich überleben Insekten und Larven, erwachen schneller und legen ihre Eier früher. Das Rotkehlchen muss dann nur noch vorsichtig das Laub umgraben, um Nahrung zu finden. Zusätzlich verrotten die Blätter und reichern den Rasen auf natürliche Weise mit Stickstoff an, wodurch das Gras grüner und dichter nachwächst.
Wie man eine Ecke „unordentlich“ lässt, ohne auf einen schönen Garten zu verzichten
Ziel ist es nicht, das gesamte Gebiet in eine Ödnis zu verwandeln. Naturschutzgruppen empfehlen, gut gepflegte Spazierwege zu erhalten und einige naturbelassene Plätze für Vögel freizuhalten: einen Laubhaufen auf einem Rasenstreifen, idealerweise in der Nähe einer Hecke oder eines Blumenbeets; Laub, das unter Sträuchern wächst, anstatt verstreut zu liegen; einen kleinen, unberührten Asthaufen. Diese bieten Mikrohabitate für Insekten, Igel und Amphibien und somit auch für das Rotkehlchen, das sich von ihnen ernährt.
Ein letzter wichtiger Punkt: Vermeiden Sie Pestizide, Herbizide und chemische Düngemittel, die insektenfressende Wildtiere direkt oder indirekt vergiften. Lassen Sie Ihren Garten an milderen Tagen so gut wie möglich atmen, und Sie werden schnell die Früchte Ihrer Arbeit hören: Ein Rotkehlchen ruft aus der Hecke, genau dort, wo das Laub auf dem Rasen liegt.
