“Worüber redest du?”
„Das Testament. Sie haben gegen die Klausel verstoßen. Die Erbschaft? Weg.“
Diesmal sagte sie nichts. Sie ging schweigend zu ihrem Auto.
Frieden in der Stille.
In jener Nacht schlief Ava in ihrem eigenen Bett ein, zusammengerollt neben ihrer Lieblingsstoffbiene.
„Kommt Oma Eleanor ins Gefängnis?“, murmelte sie.
„Ich weiß es nicht“, sagte ich. „Aber sie wird uns nicht noch einmal wehtun.“
Später fand ich in Jasons Schreibtischschublade ein Foto – es zeigte uns lachend am Strand, sonnenverbrannt und glücklich. Ich drückte es an meine Brust.
„Du wusstest, dass sie das kann“, flüsterte ich.
In der Stille des Raumes konnte ich ihn fast antworten hören:
„Deshalb habe ich mich vergewissert, dass es dir gut geht.“
Eleanor verlor nicht nur Geld. Sie verlor auch die letzte Verbindung zu dem Sohn, den sie angeblich liebte. Jason hinterließ uns mehr als nur ein Testament. Er hinterließ uns Schutz, Frieden und den Beweis, dass wahre Liebe Grausamkeit überdauert.
Gerechtigkeit kam nicht mit einem Knall. Sie kam in Form von juristischen Klauseln, dem Klicken eines Schlüsseldienstes und einem kleinen Mädchen, das endlich sicher in ihrem Bett lag.
Und am Ende hat die Liebe gesiegt.
Jason hätte das so gewollt. Er hat es geplant. Er hat dafür gesorgt, dass es uns gut ging – selbst während der schlimmsten Stürme.
