„Der alte Obdachlose, dem Sie im Park geholfen haben, der mit den erfrorenen Fingern, hieß Harold. Er war mein Vater.“
Ethan blinzelte und versuchte, die Worte zu verarbeiten.
„Mein Vater war nicht immer obdachlos“, fuhr Charles mit belegter Stimme fort. „Er war ein erfolgreicher Philanthrop, der Millionen an Obdachlosenheime, Krankenhäuser und Schulen spendete. Doch vor fünf Jahren hat ihn seine Pflegerin verraten. Sie stahl sein Geld, seine Ausweise, seine Krankenakten, einfach alles. Sie ließ ihn mittellos zurück, und da er an beginnender Demenz litt, konnte er seine Identität nicht mehr beweisen. Das System hat ihn im Stich gelassen. Er landete auf der Straße und hatte keine Möglichkeit, Hilfe zu bekommen.“
Ethan spürte einen Kloß im Hals. Er dachte an die gütigen Augen des alten Mannes und daran, wie dieser immer dankbar nickte, wenn Ethan Decken zurückließ.
„Meine Familie hat jahrelang nach ihm gesucht“, sagte Charles leise. „Wir haben Detektive engagiert, Anzeigen erstattet und Flugblätter verteilt. Wir haben nicht aufgegeben. Erst vor drei Wochen hat die Polizei ihn endlich gefunden. Er war in einem Park zusammengebrochen, und jemand hatte einen Krankenwagen gerufen. Dank alter Zahnarztunterlagen konnte er identifiziert werden.“
Tränen traten Charles in die Augen. „Aber als wir im Krankenhaus ankamen, war es zu spät. Er starb am nächsten Tag.“
Ethan hatte Schmerzen in der Brust. „Es tut mir so leid.“
Charles nickte und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. „Als die Polizei seine Sachen sicherstellte, fanden sie ein kleines Notizbuch, das er bei sich hatte. Es war voller Geschichten über dich. Er nannte dich ‚den geheimnisvollen, guten Mann‘. Er schrieb über jede Decke und jede Mahlzeit, die du ihm hinterlassen hast. Er schrieb, dass du ihm das Gefühl gegeben hast, wieder ein Mensch zu sein, als die Welt ihn vergessen hatte.“
Ethan konnte die Tränen nicht länger zurückhalten. Sie rannen ihm über die Wangen, während er sein Gesicht mit den Händen bedeckte.
Charles griff in seine Aktentasche, holte mehrere Dokumente heraus und legte sie dann sorgfältig einzeln auf den Tisch.
„Mein Vater hat in seinem Testament sehr genaue Anweisungen hinterlassen“, sagte Charles. „Er schrieb: ‚Findet den Mann, der mich gerettet hat. Gebt ihm die Chance auf Leben, die er mir gegeben hat.‘“
Ethan starrte mit feuchten Augen auf die Dokumente. Die Eigentumsurkunde für ein abbezahltes Haus in guter Lage mit Garten. Ein Scheck mit mehr Nullen, als Ethan je zuvor gesehen hatte. Rechtsdokumente zur Einrichtung eines Stipendienfonds für Nina, Ruby und Sam, damit sie schuldenfrei studieren konnten.
Und schließlich ein Brief in zitternder Handschrift, adressiert an „Den Mann, der mich gerettet hat“.
Ethan las es mit Tränen in den Augen.
För fullständiga tillagningssteg, gå till nästa sida eller klicka på Öppna-knappen (>), och glöm inte att DELA med dina Facebook-vänner.
Du kanntest mich nicht. Du warst mir nichts schuldig. Aber du hast mich gesehen, als mich sonst niemand sah. Du hast mich gewärmt, als mir kalt war. Du hast mir zu essen gegeben, als ich Hunger hatte. Und vor allem hast du mir Hoffnung geschenkt, als ich keine mehr hatte. Ich wünsche dir, dass du das bekommst, was ich nicht mehr brauche. Kümmere
Nächste
