Das „mysteriöse“ Objekt auf dem Foto: der Kohlekasten aus Eisen l’Artikel im Kommentar👇

1. Gusseisenkörper mit innerem Hohlraum

Das Bügeleisen war nicht massiv, sondern ein  hohler Kasten, der die glühende Holzkohle enthielt. Dadurch strahlte die Hitze von innen ab, und die Bügelsohle blieb viel länger heiß als bei massiven Bügeleisen.

2. Öffnungsdeckel mit dekorativem Verschluss

Das Schloss hatte oft die Form eines Hahns, eines Vogels oder einer Blume. Es war nicht nur dekorativ, sondern auch funktional: Der Deckel konnte geöffnet werden, um Kohle nachzulegen oder Asche zu entfernen, ohne das Bräter abstellen zu müssen.

🐓  Interessante Tatsache:  Der Hahn – ein Symbol für Wachsamkeit und häusliche Ordnung – war ein beliebtes Motiv und spiegelte die Rolle des Eisens bei der Aufrechterhaltung eines ordentlichen Zuhauses wider.

3. Holzgriff

Es wurde aus Buche, Eiche oder einem anderen dichten Holz gefertigt. Da Holz Wärme schlecht leitet, blieb der Griff kühl, sodass man länger bügeln konnte, ohne sich die Hände zu verbrennen.

4. Belüftungslöcher und dekorative Ausschnitte

Die seitlichen Schlitze und die Spitzenverzierungen dienten nicht nur einem ästhetischen Zweck: Sie sorgten für die Zufuhr von Sauerstoff, damit die Kohlen gleichmäßig brannten und nicht ausgingen.

5. Schwere, glatte Sohle

Die dicke, flache, polierte Bügelsohle verteilte die Hitze gleichmäßig und glitt mühelos über den Stoff – genau wie bei modernen Bügeleisen.


Anwendung: ein zarter Tanz mit dem Feuer

Die vollständige Garzeit finden Sie auf der nächsten Seite oder durch Klicken auf den Button „Öffnen“ (>) – und vergessen Sie nicht, das Rezept mit Ihren Facebook-Freunden zu teilen!

  • Erhitzen der Kohle:  Die Holzkohle wurde in einem kleinen Ofen oder einer Glut erhitzt, bis sie glühte.

  • Beladen des Eisens:  Mithilfe einer Zange wurde die glühende Kohle in das Eisen gegeben.

  • Deckel schließen:  Der Klappdeckel wurde sicher verschlossen, um Hitze und Asche im Inneren zu halten.

  • Temperaturprüfung:  Sie berührten die Sohle mit einem Tuch – zu heiß? Dann mussten sie warten. Zu kalt? Dann gaben sie mehr Holzkohle hinzu.

  • Schonendes Bügeln:  Sie arbeiteten schnell, aber schonend und füllten das Bügeleisen bei Bedarf im Laufe des Tages nach.

Vorsicht war geboten: Zu viel Kohle konnte das Material entzünden, zu wenig würde die Oberfläche uneben machen. Die Asche musste regelmäßig entfernt werden, um Rauchentwicklung und Verstreuung zu verhindern.


Warum war es revolutionär?

Vor der Erfindung der Holzkohlebügeleisen benutzten die meisten Menschen  massive Bügeleisen  , die auf dem Herd erhitzt wurden. Diese  kühlten innerhalb von 5–10 Minuten ab , sodass mehrere Bügeleisen benötigt wurden und man ständig zum Feuer zurücklaufen musste.

Das Kohlebügeleisen löste dieses Problem, indem  es die Wärmequelle mit sich trug und so längere, ununterbrochene Bügelsitzungen ermöglichte – eine enorme Zeitersparnis in einer Zeit, in der Wäschewaschen eine ganztägige Aufgabe war.


Ein Blick in den Alltag

Das Bügeln mit einem Holzkohlebügeleisen war nicht nur eine Frage der einfachen Kleidung –  es war ein Ritual, das Geschick und Geduld erforderte  .

  • Die Wäscherinnen trugen in der einen Hand ein Bügeleisen und in der anderen einen kleinen Sack Kohle.

  • Oft besaßen Familien zwei oder drei Bügeleisen: eines war in Gebrauch, ein anderes kühlte ab und das dritte wurde nachgefüllt.

  • Sicherheit hatte oberste Priorität: Wegen Funken, Asche und intensiver Hitze wurde das Bügeln niemals Kindern anvertraut.


Der gusseiserne Holzkohlekasten  ist mehr als nur ein antikes Stück  – er zeugt von menschlicher Kreativität im Angesicht alltäglicher Herausforderungen. Lange vor „intelligenten“ Haushaltsgeräten wurden elegante und funktionale Lösungen aus Feuer, Eisen und Holz geschaffen.

Wenn Sie das nächste Mal einen Knopf drücken, um Ihr Bügeleisen einzuschalten, halten Sie einen Moment inne und denken Sie an die glühende Kohle, den Holzgriff und das hahnförmige Schloss – sie legten den Grundstein für den heutigen Komfort.

Die beste Technologie ist nicht immer die modernste – manchmal ist sie einfach nur klug.

Haben Sie schon einmal ein Holzkohlebügeleisen in einem Museum oder Antiquitätenladen gesehen? Teilen Sie Ihre Erfahrung! Und wenn Sie diese historische Anekdote interessant fanden, geben Sie sie weiter – manchmal erzählen die stillsten Werkzeuge die lautesten Geschichten. 

Verpassen Sie nicht die Fortsetzung auf der nächsten Seite

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